Entkuppeln mit dem Laserpointer -Teil 1-

Ein vielfach diskutiertes Problem quält mich nun auch: Wie kann man “ohne Finger” in der Anlage Waggons entkuppeln? “Fa.Lenz hat da doch die tolle Entkupplung via Digitalfunktion!” sagen da viele. Richtig – eine gute Erfindung! Aber leider funktioniert die nur hinter Lok. Und benötigt diese lange Hakenkupplung, die auch ihre Probleme mit sich bringt. Z.B. auf meiner Kippanlage. Da sollen die Waggons zum Abkippen einzeln auf die Kippbühne geschoben werden. Das geht aber mit dem “Lenz-Haken” nicht, da der immer wieder einkuppelt und die Bühne so den ganzen Zug in die Grube reißen würde.

Also muß ich mir etwas anderes einfallen lassen. Das bisher zusammen getragene Pflichtenheft:

  • Entkuppeln ja, aber bitte “ohne Anfassen”
  • Entkuppeln zwischen jedem Waggon
  • Möglichst preiswert in jedem Waggon nachrüstbar

Zwei Möglichkeiten sind mir bisher eingefallen:

  • kurz vor der Bühne einen Entkupplermechanismus einbauen. Leider nicht sehr realitätsnah. Aber gut machbar.
  • Das Licht meines Fahrreglers (hat Led-Entkuppelscheinwerfer eingebaut) oder einen Laserpointer nutzen

Die zweite Möglichkeit wäre echt “sexy”, da universell nutzbar. Da auch eine Reflexlichtschranke bereits vorhanden ist, könnte die Funktion des Senders und Empfängers darin geteilt und auf zwei Geräte verteilt werden. Der Sender kommt in den Fahrregler und steuert dort die Led-Scheinwerfer, der Empfänger mit Fototransistor auf eine kleine Platine in oder unter den Waggon. Versorgt mit einer Batterie oder durch Gleisanschluß. Ganz ohne Digitalkrams. Nur das Licht müßte wirklich “gezielt” auf den Mechanismus gelenkt und auch erkannt werden. Aber NUR das Entkuppel-Licht und nicht jedes Fremdlicht. Denn das wäre eine Katastrophe. Würden doch Zugverbände unkontrolliert getrennt werden. Also müssen drei Punkte zum Pflichtenheft dazu:

  • eindeutige Abgabe eines definierten Lichtspektrums am Sender
  • eindeutige Filterung des definierten Lichtspektrums am Empfänger
  • zusätzliche Kodierung des Lichts durch Modulation oder Kodierung

Ohne die Lösung der drei Punkte läßt sich die gewünschte Sicherheit wohl nicht herstellen. Damit gehts dann wohl in die erste Praxisrunde: welches Material kann die Bedingungen erfüllen?

28.Januar 2010

Erste Tests haben ergeben, daß ein sichtbares Licht im Wellenbereich von 630nm (rot) oder 580nm (grün) geeignet wäre. Für beide “Lichter” gibt es entsprechende Filtergläser, die zu Testzwecken nun bestellt werden. Passende Leuchtdioden müssen auch gefunden werden, wobei nicht nur die Wellenlänge des Lichts sondern auch der Abstrahlwinkel eine Rolle spielt. Laserdioden mit extrem scharfem Lichtbündel sind nicht so sehr geeignet, da mit dem kleinen Lichtpunkt das Treffen des Sensors doch recht schwierig ist. Vielleicht eignen sich Leuchtdioden mit einem Öffnungswinkel von 5-10 Grad. Oder der Einbau eines kleinen Reflektors mit Linse in die “Entkuppel-Lampe”. Warte gespannt auf die “Laborteile”.

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